Das Kammerorchester Neufeld Bern wurde 1991 gegründet und vereinigte anfänglich vor allem ehemalige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bern-Neufeld. Heute ist die gemeinsame schulische Herkunft als verbindendes Element der Orchestermitglieder in den Hintergrund getreten. Kennzeichnend für das Kammerorchester Neufeld ist hingegen das Bestreben, bei der Programmgestaltung keine ausgetretenen Pfade zu begehen. In der Chronik des Orchesters befinden sich deshalb nur wenige oft gehörte Werke, dafür eine Vielzahl von Schweizer und Berner Erstaufführungen, selten gespielte Stücke grosser Komponisten oder Konzerte für ungewöhnliche Solo-Instrumente wie Saxophon, Schwyzerörgeli, Posaune oder Hackbrett. Wichtiges Merkmal des Orchesters ist auch das Bespielen von ungewohnten Konzertorten. So ist das Kammerorchester Neufeld als eines der ersten klassischen Orchester im Schlachthaus, in der Dampfzentrale oder im Oktogon aufgetreten. Gerade neu entdeckt wurde der normalerweise für Tanzstunden und –vorführungen genutzte «Dalmazi Ballroom» im Kopf der Monbijoubrücke. Um ein hohes musikalisches Niveau zu halten, werden alle Register von professionellen Musiker/-innen angeführt. Das Kammerorchester Neufeld bringt zwei bis drei Projekte pro Jahr zur Aufführung und bereitet sich in kurzen, intensiven Probephasen auf die Konzerte vor. Das Orchester wird seit 2001 vom schweizerisch-bulgarischen Dirigenten Iwan Wassilevski geleitet, Konzertmeister ist Andri Mischol.